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jn_de_2020_03_25

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Glaube in Corona Zeiten ...

Mittwoch, 25. März 2020. Liebe Freunde! Wir sind an einem Tag mit 30.000 bestätigten Fällen von Corona Infektionen in Deutschland. Bisher sind 160 Menschen gestorben. Die Zahlen werden steigen, denn es ist bekannt, dass schwere Fälle 2-3 Wochen nach der Infektion auftreten, und Infektionen sind gerade erst hochgegangen und haben sich etwa alle drei Tage verdoppelt.

Wie reagieren Menschen auf die Corona Krise? Manche Länder haben heute ihre Wirtschaft und das soziale Leben herunter gefahren, mit Implikationen für uns alle. Die Gründe scheinen klar für jene, die sich die Situation genau ansehen: bevor die Krankenhäuser überladen werden und das ganze Gesundheitssystem zusammenbricht, versuchen Staaten und Gemeinschaften die Ausbreitung des Virus zu begrenzen oder zu dämpfen.

Was ist DEINE Rolle und Situation …

Es sind viele, die jetzt schon leiden, denn viele Geschäfte und alle Theater und Gaststätten und Cafes sind geschlossen. Wie verdienst du jetzt das Geld, das du benötigst? Andere sind überladen mit Arbeit, denn du musst viele Dinge organisieren, wenn Menschen plötzlich Telearbeit machen, Meetings nicht abgehalten werden können und die Nachschubwege sich verändern.

Es scheint, dass Zeiten der Krise typische Reaktionsmuster verstärken. Menschen, die vorher solidarisch waren, sind jetzt noch solidarischer. Menschen, die ignorant waren gegenüber anderen, sind jetzt genauso ignorant in den Krisenzeiten. Vielleicht sind wir alle sensitiver in Zeiten der Krise, und nehmen Dinge in verstärkter Weise wahr?

Derzeit sind die Kirchen geschlossen. Das bedeutet nicht, dass die christlichen Gemeinschaften weniger aktiv wären in der gegenseitigen Unterstützung und Gemeinschaft. Das Streamen von Gottesdiensten wurde von vielen Kirchen innerhalb von Tagen übernommen. Über verschiedenste Online Werkzeuge treffen sich Hauskreise und Jugendgruppen Tag für Tag, Menschen tauschen ihre Gedanken aus. Ermutigung und Solidarität ist aktiv in christlichen Kreisen und Gemeinschaften, so wie es immer gewesen ist!

Gleichzeitig sind wir erschreckt über Berichte, wie Menschen unter schwierigen Umständen sterben. Es kann und sollte Angst erzeugen, wenn wir in unserer Nachbarschaft mit dem plötzlichen Tod durch einen Virus-Infekt konfrontiert sind. Einige von uns arbeiten in Krankenhäusern, einige sind mit Menschen verbunden, die in jenen stark betroffenen Gegenden leben, wo Intensivstationsplätze fehlen. Der Tod kommt zu einigen von uns.

Gott im Leben und im Tod …

(Roland Potthast)

Dieses ist Teil des Trilogie Projektes “Glaube eines Wissenschaftlers”.

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