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jn_de_2020_01_15

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 ====== Rangfolge ... ====== ====== Rangfolge ... ======
  
-Mittwoch, 15.1.2020. +Mittwoch, 15.1.2020. Menschen tendieren dazu, sich mit anderen zu vergleichen.  
 +Wir tendieren dazu, nach einer Rangfolge in unserer Umgebung zu schauen. Das kann 
 +an der Arbeitsstelle sein, oder in unserem Netzwerk, zu dem wir gehören. Es kann 
 +auch in der Klasse in der Schule sein, oder unter Mitstudenten, oder bei den 
 +Mitarbeitern in unserer Firma
  
 +Wer ist der Beste im Sport? Welcher Fußball Verein ist in der Champion's League?
 +Welches ist der beste Verein, der beste Trainer, der beste Stürmer? Wir 
 +haben den gleichen Ansatz in anderen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens. 
 +Wer ist der beste Darsteller? Wer ist der beste Musiker? Wer ist der beste
 +Wissenschaftler?
  
 {{2016_01_25.jpg }} {{2016_01_25.jpg }}
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 ** Wer ist der Beste? ... ** ** Wer ist der Beste? ... **
  
 +Menschen tendieren dazu, eine Rangfolge zu schaffen. Wir tendieren implizit
 +oder explizit dazu, mit einer Liste von Leuten zu arbeiten, wobei wir an die
 +Spitze denjenigen setzen, der es am besten macht, dann den Zweitbesten, dann
 +den Drittbesten, dann eine Gruppe weiterer talentierter Leute, dann den Rest. Das
 +scheint das zu sein, mit dem unser Verstand arbeiten kann. Es ist die Struktur
 +unserer mentalen Verarbeitung. Eins, zwei, drei, die Gruppe, der Rest. 
  
 +Es ist sehr interessant, die Rolle der Rangfolgen zu beobachten. Menschen 
 +kommen in Arbeitsstellen hinein, weil sie an die erste Stelle gerankt wurden
 +in einer Auswahlliste. Menschen bekommen Einladungen, weil sie als herausragend
 +gesehen werden. Menschen bekommen besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung,
 +weil sie hoch gerankt werden. Unsere gesellschaftlichen Prozesse hängen stark
 +an Prozessen, Rangfolgen zu geben. Und das ist überall so. 
  
 +Natürlich wissen wir alle, dass Ranking nur auf ein bestimmtes Talent oder eine
 +Fähigkeit schaut. Wir alle haben Freunde, wir alle wissen, wie das ist, wenn
 +wir jemanden lieben. Wir vergessen das Ranking. Wir vergessen das Talent. Wir
 +mögen diese oder jene besondere Stärke einer Person lieben, aber wir lieben
 +die Person selbst, ihren oder seinen Charakter. Ihn, so wie er ist. Sie, so
 +wie sie ist. Liebe macht Talent nicht nutzlos, aber sie gibt dem Talent seinen
 +Platz. Liebe ist mehr als Talent. 
 +
 +Und ich habe noch einen anderen Vorschlag. Alle Menschen haben ihr besonderes
 +Talent. Sie alle haben ihre besondere Kombination von Stärken und Fähigkeiten. 
 +Für einige ist die Kombination ein stark herausragendes Talent. Für andere
 +ist es eine Kombination. Sie sind etwa sehr offen dafür, anderen zuzuhören. 
 +Wer ist ein guter Zuhörer? Einige können gut andere bewundern. Einige vergessen
 +keine Dinge, die getan werden müssen. Sie sorgen sich, sie vergessen keine
 +Menschen, sie erinnern sich an Schwierigkeiten. Da sind so viele Talente, 
 +die sehr wertvoll sind, aber selten in den öffentlichen League Tabellen
 +der besonderen Talente! Wir sollen unsere Augen öffnen für die volle Breite 
 +von Talent, welcher für unsere Gemeinschaft nötig ist. 
  
 {{ 2016_01_25_2.jpg}} {{ 2016_01_25_2.jpg}}
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 ** Jesus' Ranking ...** ** Jesus' Ranking ...**
  
 +Es gibt einen anderen wichtigen Punkt. Jesus verändert unsere Rangfolgen.  
 +Wenn du die Evangelien liest, findest du da die monumentale Rede der  
 +Bergpredigt, siehe Matthäus 5-7. Sie beginnt mit einer Revolution, mit 
 +dem Verändern des Rangfolge-Mechanismus, mit dem wir gewöhnlich arbeiten.  
 +Lies sie, Jesus sagt: 
  
 <color #aa0000> <color #aa0000>
Line 31: Line 74:
 </color> (Matthäus 5, 3) </color> (Matthäus 5, 3)
  
 +Jesus spricht viel über das Himmelreich. Er spricht über die Gemeinschaft
 +mit Gott, dem Schöpfer, dem Anfang und dem Ende. Das Himmelreich ist ein
 +Ausdruck, der auf die ursprüngliche und ewige Gemeinschaft mit Gott hinweist,
 +der alles gemacht hat. Diese Gemeinschaft wird als gut beschrieben, 
 +als heilig, voller Wahrheit, Liebe, Treue und Reinheit. Selig verweist auf
 +alles, welches aus der ewigen himmlischen Gemeinschaft kommt. Himmel weist
 +auf Gott, der jenseits unserer Welt ist. Dieser Ort ist nicht in unserer 
 +Welt, sondern in der Ferne. Gleichzeitig ist Gott da mitten in der Welt. 
 +Er kam als Mensch in Jesus. Und er möchte Gemeinschaft mit uns haben 
 +durch den Heiligen Geist. 
 +
 +Unsere Rangfolge gilt nicht, wenn es um Gott geht. Wer ist in der Lage, in
 +die Gemeinschaft mit Gott hinein zu kommen? Wir kommen dort nicht hin durch
 +unser Talent. Wir kommen dort nicht hin durch unsere Errungenschaften. 
 +Wir kommen nicht in diese Gemeinschaft, indem wir unser Geld nutzen, oder
 +unseren Ruhm, oder unseren Status. All das hilft uns nicht. 
  
 +Aber arm zu sein vor Gott, arm im Geist, das ist ein Anfangspunkt, um ihn
 +anzusprechen. Er hat sowieso alles gemacht. Arm im Geist zu sein meint, dass wir
 +anerkennen, dass all unser Talent nur ein Geschenk und eine Gabe des Höchsten
 +ist. Wir haben nichts, was wir geben könnten, um irgend etwas von ihm zu 
 +kaufen. Aber wir können seine Liebe annehmen, seine Wahrheit, sein Erbarmen. 
 +Wir können ihn als den Schöpfer anerkennen, als den Ursprung und Sinn der
 +Schöpfung. Hier, wenn wir damit beginnen, ihn als jene anzusehen, die in der
 +Tat arm sind, dann finden wir eine offene Tür, um in seine Gemeinschaft 
 +einzutreten. Es ist die Tür, die er in Jesus geschaffen hat. Diese Tür
 +kann deine sein und sie kann meine sein, heute und in jeder Minute. 
 (Roland Potthast) (Roland Potthast)
  
jn_de_2020_01_15.1579072416.txt.gz · Last modified: 2020/01/15 08:13 by potthast